Autor: Kunstwerkstatt Werl e.V. | 26.08.19, 10:00

Lesung von Joe Bausch als Dankeschön

Alle, die für unser neues Projekt "Kunst für Jedermann" mindestens 20 Euro spenden, sind herzlich zu einer Lesung des Geschäftsführers Joe Bausch am 12. Dezember 2019 um 19.30 Uhr eingeladen! Der Ort wird noch bekannt gegeben.
Jetzt spenden und dabei sein! Vielen Dank.

In Werl wird es die Lesung nur einmal geben. Sie dient der finanziellen Unterstützung der Malschule Werl e.V., deren ehrenamtlicher Geschäftsführer Joe Bausch seit Jahren ist und für die er sich hiermit erneut einsetzt.

Joe Bausch ist Arzt, Schauspieler und Autor. Einem breiten Publikum ist er seit über 20 Jahren als Gerichtsmediziner Dr. Josef Roth im ´Kölner – Tatort´, sowie u.a. als Moderator und Host verschiedener Fernsehformate – `Kriminalzeit´, ´Überführt´, `Im Kopf des Verbrechers´, `Stell´ dich deiner Sucht´ oder ´Die Ärzte, der Ärztetalk im ZDF´ bekannt, sowie als prominenter Teilnehmer in Talkshows und Autor des Spiegelbestseller `Knast´( Ullstein Verlag, Berlin 2012). In seinem ersten Buch berichtete er von seinen Erfahrungen, über Erlebnisse und Einsichten, die er nach jahrzehntelangen Erfahrungen als Arzt in verschiedenen Einrichtungen des Justizvollzugs gewonnen hat. Denn er war – was vielleicht nicht jeder weiß – noch bis Ende 2018 Leitender Regierungsmedizinaldirektor in der JVA Werl, einem Hochsicherheitsgefängnis für knapp über 1000 erwachsene, männliche Insassen. Darunter 140 Sicherungsverwahrte, etwa 200 Mörder, viele Gewalttäter und andere Schwerkriminelle. Er behandelte Straftäter aus über 50 Nationen und blickt in seinen Lesungen und Vorträgen auf über 30 Jahre Erfahrung mit Tätern unterschiedlichster Delinquenz zurück, erläutert seine Erkenntnisse über die Ursachen der Gewalt in unserer Gesellschaft. Was macht Menschen böse? Ist das Böse männlich? Handelt es sich nur um Psychopathen? Gibt es einen freien Willen? Mad or bad? Die Ursachen der Gewalt erscheinen ihm vielfältig. Sie reichen von der Genetik, über Kindheit und Erziehung, Armut, eigene Gewalterfahrung, unkontrollierten Medienkonsum, das soziale Umfeld bis hin zur Hirnorganik. Deshalb beschäftigte er sich auch wissenschaftlich mit den hirnorganischen Generatoren der Gewalt.

Aber er richtet seinen Blick nicht nur auf die Ursachen, sondern zeigt auch Wege aus der Gewalt auf. Erläutert, was sich nach seiner Ansicht ändern muss, um inhaftierte Gewalttäter noch aussichtsreicher zu resozialisieren, und, was wir alle tun können, die Zahl der Gewalttaten in unserer Gesellschaft zu verringern.
Als Schauspieler und Autor beschäftigen ihn auch die Fragen: Inwieweit bestimmt der tägliche mediale Gewaltkonsum die Alltags -Vorstellungen von unserer Gesellschaft. Ändert die Fiktion die Wahrnehmung der Realität?

In seinem neuen Buch `Gangsterblues´ (Ullstein Verlag, Berlin 2018), das ebenfalls ein Spiegelbestseller wurde, erzählt er in kurzen Geschichten, die zwischen Fiktion und Realität spielen, von Gewalt und Entsetzen, von Schuld und Unschuld, von Einsamkeit und Reue, vom Sterben, stumm ertragenen Leid ,von Versuchungen, gefährlichen Begegnungen und unglücklichen Lieben, von größter Not, von Verrat, Enttäuschung und Wut, von den Abgründen kranker Seelen und von Todesangst. Kaum eine Saite, die nicht angeschlagen wird. Klänge, die man erstmal aushalten muss.
Und Stories, die im Knast unter Insassen wie Bediensteten kursieren, weitererzählt werden und dazu dienen, der Tristesse des Gefängnisalltags für kurze Zeit zu entfliehen, oder um sich danach vielleicht etwas besser zu fühlen. Blues halt.

Was und wieviel davon wahr und was erfunden ist, überlässt er der Phantasie der Leser und seiner Zuhörer. Auf jeden Fall erwartet sie eine genauso unterhaltsame wie spannende Lesung.

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